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Neue Konzepte statt Reformen

Es gibt unzählige Organisationen, die sich für den Schutz der Umwelt und für soziale Gerechtigkeit einsetzen. In ihrem jeweiligen Bereich können sie mitunter beachtenswerte Erfolge erzielen. Vielfach stehen jedoch die Symptome im Mittelpunkt der Arbeit und nicht die Ursachen.  Nach jahrzehntelangen Bemühungen bleibt oft nur die Feststellung, dass zwar Teilerfolge erzielt wurden. Die allgemeine negative Entwicklung konnte jedoch nicht gestoppt werden.

Der Schutz des Waldes beispielsweise ist wichtig. Doch was nützt das, wenn die herrschende Wirtschaftsordnung grenzenloses Wachstum bei gleichzeitig endlichen Ressourcen verlangt? Gleiches gilt für den Schutz der Tierwelt. Auch hier sind es letztlich ökonomische Zwänge, die uns die Säge in die Hand geben, mit der wir den Ast abschneiden, auf dem auch wir sitzen. Doch auch das merken immer mehr Menschen: Grenzenloses Wachstum überfordert uns. Zunehmender materieller Wohlstand macht nicht unbedingt glücklicher.

Der Equilibrismus verlangt deshalb mehr als nur Reformen. Wer renoviert aufwändig eine Besenkammer, wenn das ganze Haus baufällig und dazu noch auf Sand gebaut ist? Es ist an der Zeit, auf einem stabilen Fundament ein neues Gebäude zu errichten, bevor das alte einstürzt. Bewährtes darf durchaus übernommen werden. Grundlegend muss sich der Mensch jedoch wieder als Teil der Natur betrachten und deren Gesetzmäßigkeiten respektieren.

» Fortsetzung: Die vier wichtigsten Herausforderungen der Menschheit...