Die Vision wird fühlbar
Wir schreiben das Jahr 2022. Das grenzenlose Wirtschaftswachstum verschlingt die letzten grünen Flecke der Erde. Großkonzerne rüsten sich für die anstehenden Verteilungskämpfe um die wichtigen, aber seltenen Ressourcen. Vom Menschen verursachte Naturkatastrophen richten gewaltige Schäden an und sorgen in weiten Teilen der Welt für Chaos. Während die Menschheit darin zu versinken droht, ist dem Inselstaat Tahiti die vollständige ökologische Wende gelungen. Still und unbemerkt hat sich eine moderne Gesellschaft etabliert, die im Einklang mit der Natur lebt.
Tahitis Straßenbild prägen Elektrofahrzeuge aus Pflanzenfasern, sämtliche Energie wird aus regenerativen Quellen gewonnen, Lebensmittel biologisch-dynamisch angebaut und viele Gebäude bestehen aus Hanfbeton. Regionale Wirtschaftskreisläufe und das bedingungslose Grundeinkommen haben den allgemeinen Wohlstand deutlich erhöht. Niemand arbeitet mehr aus wirtschaftlichem Zwang, kein Betrieb muss ständig wachsen und deswegen seine Produktion erweitern. Die dadurch frei gewordene Zeit nutzen die Einwohner für den Aufbau einer erweiterten Demokratie und die eigene spirituelle Sinnsuche.
So ist es im Roman » "Das Tahiti-Projekt" von Dirk C. Fleck zu lesen, der 2008 veröffentlicht wurde. Die Erzählung mag utopisch anmuten, doch in Wahrheit sind fast alle beschriebenen Technologien und Konzepte bereits heute verfügbar. Die übergeordnete Vision ist der Equilibrismus.

